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Zu wenig Regen in der Nord-Schweiz

Regen im Tessin: Nichts mit Rotwein trinken im Grotto.
Mittwoch, 30. September 2009
Bern - In weiten Teilen der Schweiz ist es in den letzten zwölf Monaten zu trocken gewesen. Das hydrologische Jahr 2008/09 ging mit einem Wasserdefizit zu Ende, wie SF Meteo mitteilte. Einzig im Tessin war es deutlich zu nass.
Nach mehreren Jahren Trockenheit wurde in den vergangenen zwölf Monaten in der «Sonnenstube» der Schweiz überdurchschnittlich viel Regen registriert. In Locarno etwa fielen 37 Prozent mehr Regen als in der Vorjahresperiode.

In der Nordwestschweiz, im zentralen Mittelland und in den inneren Alpentälern dagegen fielen nur rund 85 Prozent der üblichen Niederschlagsmenge. In Luzern wurden 80 Prozent der durchschnittlichen Regenmenge gemessen.

Das sogenannte hydrologische Jahr dauert in der Schweiz jeweils vom 1. Oktober bis zum 30. September. Grund für diesen Rhythmus ist der Niederschlag, der im Hochgebirge zwischen Oktober und Dezember meist in Form von Schnee liegen bleibt und erst im kommenden Frühjahr abfliesst. Damit die Wasserbilanz ausgeglichen ist, rechnen die Hydrologen von Herbst zu Herbst.

Ebenfalls auf den hydrologischen Jahreswechsel werden die Gletscher ausgemessen. Zu diesem Zeitpunkt sollten sie zwischen Abschmelzphase und neuem Einschneien im Gleichgewicht sein.

fkl/sda