Ein zweiter Faktor ist das Wetter: Regnet es im Frühling in den Bergen viel und liegen die Temperaturen oft über der Nullgrad-Grenze, schmilzt der Schnee schneller und es droht eher ein Hochwasser.
Eine Rolle spielt schliesslich auch die Schneesituation, wie sich im Frühling präsentieren wird. Diese kann sich noch entscheidend ändern. So sei Mitte April 1999 nochmals viel Schnee gefallen, schreibt das SLF. Dies könne auch dieses Jahr wieder passieren.
Umgekehrt könnten ein oder zwei starke Föhnlagen die Schneemengen in den Bergen auch vorzeitig zum Schmelzen bringen. Dann würde die Gefahr eines Hochwassers im Frühling stark sinken. Es sei deshalb noch zu früh, um von den Schneemengen auf ein Hochwasser wie 1999 zu schliessen, folgert das SLF.
Schneereiche Winter führten nicht automatisch zu Frühlingshochwassern. So sei am 30. April 1975 in grossen Teilen der Schweiz gleichviel oder mehr Schnee als 1999 gelegen. Trotzdem sei es damals nirgends zu grossflächigen Überschwemmungen gekommen.
