Der Kanton Bern hatte beim BAFU beantragt, den Spiegel des Neuenburgersees auf dem gegenwärtigen Stand zu belassen, das heisst den Abfluss beim Wehr in Port entsprechend zu erhöhen.
Gemeinsam mit den Kantonen der Juragewässer-Korrektion und dem Kanton Aargau hat das BAFU entschieden, einer Abweichung vom Regulierreglement zuzustimmen, das für diese Jahreszeit eigentlich einen kontinuierlichen Anstieg des Seepegels vorsieht.
Ein Frühlingshochwasser kann entstehen, wenn zu den grossen Schneemengen noch zwei weitere Faktoren dazukommen: Längere Wärmeperioden mit einem gleichzeitig starken Anstieg der Nullgradgrenze in den Bergen sowie intensive, lang anhaltende Niederschläge mit hoher Schneefallgrenze.
Zurzeit ist aufgrund der meteorologischen Prognosen und der Abflussvorhersagen nach Einschätzung der Bundesstellen - BAFU, MeteoSchweiz und Institut für Schnee- und Lawinenforschung - weiterhin nicht mit Hochwasser zu rechnen.
