Anzeige

Vorkehrungen gegen Frühlingshochwasser

Auch der Bielersee wird tiefer gehalten als für die Jahreszeit üblich.
Freitag, 3. April 2009
Bern - Brienzer- und Thunersee sowie Neuenburger-, Bieler- und Murtensee werden tiefer gehalten als für die Jahreszeit üblich. Hierzu werden die Ausflüsse erhöht. So können die Seen bei einem Zusammentreffen von Schneeschmelze und Starkniederschlägen die Wassermengen speichern.
Für die Jurarandseen haben dies das Bundesamt für Umwelt BAFU, die Kantone der Juragewässer-Korrektion BE, SO, FR, NE, VD und der Kanton Aargau am Donnerstag beschlossen, wie das BAFU mitteilte. Für Brienzer- und Thunersee entschied dies der Kanton Bern.

Der Kanton Bern hatte beim BAFU beantragt, den Spiegel des Neuenburgersees auf dem gegenwärtigen Stand zu belassen, das heisst den Abfluss beim Wehr in Port entsprechend zu erhöhen.

Gemeinsam mit den Kantonen der Juragewässer-Korrektion und dem Kanton Aargau hat das BAFU entschieden, einer Abweichung vom Regulierreglement zuzustimmen, das für diese Jahreszeit eigentlich einen kontinuierlichen Anstieg des Seepegels vorsieht.

Ein Frühlingshochwasser kann entstehen, wenn zu den grossen Schneemengen noch zwei weitere Faktoren dazukommen: Längere Wärmeperioden mit einem gleichzeitig starken Anstieg der Nullgradgrenze in den Bergen sowie intensive, lang anhaltende Niederschläge mit hoher Schneefallgrenze.

Zurzeit ist aufgrund der meteorologischen Prognosen und der Abflussvorhersagen nach Einschätzung der Bundesstellen - BAFU, MeteoSchweiz und Institut für Schnee- und Lawinenforschung - weiterhin nicht mit Hochwasser zu rechnen.

smw/sda