In einer zusammenfassenden Erklärung ist zudem erstmals von der Notwendigkeit eines mittelfristigen Ziels unter «Berücksichtigung der Erkenntnisse des Weltklimarats IPCC» die Rede. Konsens über eine konkrete Zahl gab es nicht.
Da der IPCC aber zu einer Reduzierung der Abgase bis 2020 um 25 bis 40 Prozent rät, sehen Beobachter in der Erklärung ein Signal, dass der Kampf gegen Klimawandel an Fahrt gewinnen könnte.
USA versuchte abzuschwächen
Wie am Rande der Konferenz verlautete, hatte die amerikanische Seite bis zum Schluss versucht, die Abschlusserklärung stark abzuschwächen. Die USA tun sich schwer, mittel- und langfristige Ziele zu akzeptieren ohne eine Beteiligung von Ländern wie China und Indien.
Das dreitägige Treffen in Kobe sollte die Gespräche über langfristige Senkungsziele beim kommenden Gipfel im Juli vorbereiten.
Schwellenländer und Industriestaaten wollen, dass die G-8-Staaten bei der Vereinbarung von konkreten Zielen zur Senkung der Emissionen bis 2020 die Führung übernehmen, eine Forderung, die auch die Europäische Union unterstützt.
