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Zahl der Toten steigt auf mehr als 17 000

Die Flutwelle riss alles mit, was nicht niet- und nagelfest war.
Montag, 27. Dezember 2004
Colombo - Nach der Flutkatastrophe in Südasien steigt die Zahl der Todesopfer nahezu stündlich. Nach offiziellen Angaben rissen die Flutwellen in acht Ländern mehr als 17 000 Menschen in den Tod.
In Indien starben mindestens 6279 Menschen, auf Sri Lanka mindestens 5860. Indonesien meldete 4448 Tote, Thailand weitere 461. Zu den Opfern zählten zahlreiche ausländische Touristen. Tausende Menschen wurden noch vermisst.

Allein in Sri Lanka starben mindestens 70 ausländische Urlauber in den tosenden Fluten. Die Nationalität der Toten müsse aber noch festgestellt werden, teilte der srilankische Generaltourismusdirektor Kalai Selvam mit.

Viele Touristen unter den Opfern

In Thailand sind gemäss ersten Schätzungen rund ein Drittel der Opfer Touristen, wie ein Regierungsbeamter sagte. Bisher bestätigt wurde der Tod von drei US-Bürgern, vier Briten, zwei Franzosen, zwei Belgiern und einer Neuseeländerin. Ob Schweizer unter den Opfern sind, ist nach wie vor unklar.

Das verheerende Seebeben im Indischen Ozean hinterliess auch an der weit entfernten Küste Afrikas und auf der Inselgruppe der Seychellen Verwüstungen. Eine riesige Flutwelle liess den Wasserspiegel dort plötzlich um mindestens zwei Meter ansteigen und überschwemmte Strände und Küstenregionen.

Mindestens vier Menschen kamen nach ersten Berichten in Kenia und auf den Seychellen ums Leben. Zahlreiche andere wurden verletzt oder galten als vermisst.

rp/sda