Zu früh, für genaue Zahlen
Es sei zu früh, um konkrete Angaben zu den Kostenfolgen aus den Flutwellen-Katastrophen in Südasien zu machen, sagte eine Swiss Re-Sprecherin auf Anfrage. "Derzeit wird die Situation mit den Erstversicherern und mit Experten abgeklärt", sagte sie weiter.
Gleich tönt es auch von deutschen Rückversicherungen. "Wir können das im Moment nicht seriös einschätzen", sagte ein Sprecher der weltgrössten Rückversicherung Münchener Rück gegenüber Reuters.
"Wir haben noch keine Zahlen parat", sagte auch ein Sprecher der weltweiten Nummer vier, der Hannover Rück. Am Nachmittag hiess es dann, dass man mit Kosten in der Höhe eines niedrigen zweistelligen Millionen-Euro-Betrags rechne und am Jahresgewinnziel von 300 Mio. Euro festhalte.
Kursrückschläge
Der Konkurrent Münchener Rück äusserte sich bis zum Nachmittag nicht zu möglichen Belastungen. Auch wollte niemand eventuelle negative Folgen für die Gewinnziele kommentieren.
Die "Sprachlosigkeit" von Swiss Re und Münchener Rück wurde mit harten Kursabschlägen bestraft. Swiss Re verloren bis 16 Uhr 1,9 Prozent auf 81.10 Franken. Die Aktie der Hannover Rück dagegen verringerte ihre Verluste nach den Aussagen und notierte noch 0,2 Prozent schwächer bei 28.82 Euro.
Bereits vor den Ereignissen von Sonntagmorgen war klar, dass das Jahr 2004 als teuerstes Jahr für die Versicherer in die Geschichte eingeht. Insgesamt hatten im laufenden Jahr rund 300 Katastrophen Schäden von bislang 105 Milliarden Dollar verursacht. Davon müssen die Versicherer 42 Milliarden Dollar bezahlen.
