Noch nie seien die Bergwinter so mild gewesen wie seit 1988. Entwickelt habe sich insbesondere das Januarwetter. Die Klimatologin hat festgestellt, dass im Gegensatz zu früher in den letzten rund 15 Jahren im Januar nicht Frost, sondern Wärme vorherrschte.
Wenig Schnee im Januar nicht ungewöhnlich
Spärlicher Schneefall sei indessen im Januar nicht ungewöhnlich. Denn trockenes, aber kaltes Wetter ist in der zweiten Hälfte dieses Monats häufig. Diese Verhältnisse hatte die Schweiz 2004 im November: Es war kalt, und derweil in den Bergen die Sonne schien, lag das Unterland unter einer Nebeldecke.
Die Skistationen hätten Glück gehabt, sagt die Klimaforscherin. Der Saisonstart sei gut gewesen, weil bis zum 26. Dezember bis ins Flachland Schnee gefallen sei. Es bleibe nun abzuwarten, ob der Februar neuen Schnee bringe - die Flocken liessen in diesem Monat üblicherweise nicht auf sich warten.
Insgesamte Erwärmung
So milde Temperaturen wie im Januar 2005 wären aber nicht möglich, wenn nicht insgesamt eine Erwärmung stattgefunden hätte, betont Rebetez. Der Hitzesommer 2003 liege ausserhalb der Normen, aber es sei wahrscheinlicher geworden, dass weitere heisse und trockene Sommer folgten.
Weltweit sind von der Weltorganisation für Meteorologie WMO alle zehn bisher wärmsten Jahre in der Zeit seit 1991 registriert worden. Vier der fünf wärmsten Jahren stehen ab 2001 in der Statistik. Alle Jahreszeiten eingerechnet, war 2004 weltweit das viertwärmste Jahr.
