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Weltklimarat einigt sich auf Synthese-Entwurf

Menschliches Verhalten könne zu «unumkehrbaren Klimaveränderungen» führen.
Freitag, 16. November 2007
Valencia - Der UNO-Klimarat IPCC (Intergovernmental Panel on Climate Change) hat sich auf einen Entwurf für eine rund 20-seitige Zusammenfassung seines diesjährigen Klimaberichtes geeinigt. Dies teilten Delegierte in Valencia mit.
Demnach akzeptierten die IPCC-Delegierten in der Synthese unter anderem erneut, dass der beobachtete Anstieg der globalen Temperatur nur durch den Einfluss des Menschen erklärt werden kann. Festgehalten wurde offenbar auch die Formulierung, dass menschliches Verhalten zu «unumkehrbaren Klimaveränderungen» führen kann.

Gegen diese Formulierung hatten sich an der Konferenz, die am Montag begonnen hatte, insbesondere Delegierte der USA gewehrt. Sie hielten dagegen, das Abschmelzen von Gletschern und Eisflächen, das zum Anstieg des Meeresspiegels führt, sei nicht endgültig, da Eis sich neu bilden könne.

Nach Angaben eines deutschen Delegierten ist das Dokument auf Druck der US-Delegation besonders an jenen Stellen «interpretationsfähig», an denen es um konkrete Massnahmen zum Bremsen der menschengemachten Erderwärmung geht.

Kritik des WWF

Ein Klimaexperte des WWF äusserte sich zwiespältig über den IPCC-Entwurf. «Uns fehlt unter anderem der deutliche Hinweis auf die Gefährdung der Artenvielfalt», sagte er.

Auch hätte seiner Meinung nach in härterer Sprache dargelegt werden sollen, dass bereits jetzt alle Technologien vorhanden seien, um den Anstieg der Temperatur auf weniger als zwei Grad Celsius zu begrenzen.

Offiziell will UNO-Generalsekretär Ban Ki Moon das Dokument am Samstagvormittag zusammen mit IPCC-Chef Rajendra Pachauri präsentieren.

smw/sda