Donnerstag, 13. Januar 2005
Banda Aceh - Die indonesische Armee schickt zur Verstärkung tausende weitere Soldaten in die Provinz Aceh. Aceh im Nordwesten des Inselstaates ist die vom Seebeben am meisten betroffene Region.
Dort seien dann fast 50 000 Soldaten stationiert, sagte ein Militärsprecher. Die neu hinzukommenden Soldaten sollen ausschliesslich zu Hilfseinsätzen herangezogen werden und die betroffenen Ortschaften zunächst von den Trümmern befreien.
Auf die Frage, ob sie sich auch an Einsätzen gegen die Rebellen beteiligen sollen, versicherte der Sprecher: Nein, nein, nein, natürlich nicht.
Wegen der dramatischen Lage in der Provinz auf Sumatra hatten die dortigen Unabhängigkeitskämpfer zuvor eine Waffenruhe angeboten. Die indonesische Regierung beschuldigt die Rebellen der islamistischen Bewegung freies Aceh GAM, Hilfsaktionen zu behindern; die GAM weist den Vorwurf zurück.