Insgesamt starben seit Beginn der Überschwemmungen vor eineinhalb Monaten im Bundesstaat Queensland mindestens 26 Menschen. 53 Menschen wurden noch vermisst. Vielerorts waren Soldaten unterwegs, um nach Opfern zu suchen.
Die meisten Vermissten gibt es in der westlich von Brisbane gelegenen Stadt Toowoomba. Dort hatte Anfang der Woche eine Springflut 14 Menschen das Leben gekostet. Polizeichef Bob Atkinson sagte, die Behörden seien wohl nicht in der Lage, jeden wiederzufinden, der fortgespült worden sei. Eine Leiche wurde am Freitag 80 Kilometer vom Unglücksort entfernt entdeckt.
Milliardenschäden
Die Regierungschefin von Queensland, Anna Bligh, zog eine erste Bilanz: Es gebe Schäden in 86 Städten und Ortschaften, sagte sie. Allein in Brisbane waren gemäss Bligh auf dem Höhepunkt der Flut fast 12'000 Wohn- und Geschäftshäuser komplett überflutet. Tausende stünden noch unter Wasser.
Über 20'000 weitere Gebäude seien beschädigt, sagte Bligh. Viele müssten vermutlich abgerissen werden. Ein Sprecher des Energieversorgers Energex, sagte, es dürfte Wochen dauern, bis alle Firmen und Haushalte in Brisbane wieder ans Stromnetz angeschlossen sind.
Es war die bislang grösste Naturkatastrophe in Queensland. Bereits vor der Überflutung der Hauptstadt Brisbane waren die Schäden auf etwa fünf Milliarden australische Dollar rund 4,8 Mrd. Franken geschätzt worden.
Während in Queensland das Schlimmste überstanden scheint, zogen die vom Wetterphänomen La Nia verursachten Regenstürme in Richtung Süden. In den Bundesstaaten New South Wales und Victoria wurden nach Überschwemmungen erste Evakuierungen angeordnet.
