Dem Bundesstaat drohen die schlimmsten Überflutungen seit 100 Jahren. In Melbourne, der Hauptstadt Victorias, fiel nach heftigem Regen und starkem Wind in 8000 Haushalten der Strom aus. Eine rasche Entspannung sei nicht zu erwarten, sagte ein Sprecher der Rettungskräfte. Das Hochwasser werde wohl noch Tage dauern.
Auch auf der südlichen Insel Tasmanien wurden Strassen und Brücken durch Überschwemmungen beschädigt. Dort mussten 500 Menschen nach ungewöhnlich starken Regenfällen in Sicherheit gebracht werden.
Aufräumen in Brisbane
In Queensland und New South Wales weiter nördlich ging das Wasser dagegen zurück. Der Hafen der Metropole Brisbane nahm seinen Betrieb wieder auf. Es werde allerdings noch Wochen dauern, bis man zur Normalität zurückkehre, sagte die Transportministerin des Bundesstaates Queensland, Rachel Nolan.
Wie überall in Brisbane ist auch der Hafenbetreiber noch damit beschäftigt, Trümmer zu beseitigen. In der Zwei-Millionen-Einwohner-Stadt sind die Aufräumarbeiten in vollem Gange. 12'000 Wohnhäuser waren überflutet.
Seit gut drei Wochen leidet Australien unter der Flut. In Queensland kamen mindestens 28 Menschen ums Leben, 14 Menschen wurden am Wochenende noch 14 Menschen vermisst. Mehr als 28'800 Haushalte waren noch ohne Strom, wie der Versorger Energex erklärte.
Die am schlimmsten von der Flut betroffene Gemeinde Grantham war noch zu 70 Prozent abgeriegelt, während die Bergungsmannschaften nach den Leichen der Vermissten suchten.
