Die im Einsatz stehenden Feuerwehren erhielten bei den Löscharbeiten Unterstützung von zwei Löschhelikoptern der Firma Air Glaciers sowie von einem weiteren Hubschrauber. Dem Brand fiel eine Waldfläche von rund einem Hektar zum Opfer.
Ebenfalls am Samstag brach bei Lichtensteig im Kanton St. Gallen ein Waldbrand aus. Ein Landwirt hatte am Freitag Holzabfälle verbrannt, durch den starken Föhn entwickelte sich am Folgetag aus den Glutnestern ein Feuer. Bis die Feuerwehren den Brand unter Hilfe eines Helikopters im Griff hatten, dauerte es sechs Stunden. Es wurde rund ein Hektar Wald zerstört. Der Landwirt wird angezeigt.
Waldbrände
Im Wallis brachen in der Gegend von Martigny gleich zwei Waldbrände aus. Nach Angaben der Walliser Kantonspolizei brach das erste Feuer am Samstag in einer Talmulde über Vernayaz aus. Der zweite Brand wurde in der Nacht zum Sonntag zwischen Finhaut und Giétroz entdeckt.
Obwohl beide Brände relativ klein waren, war die Brandbekämpfung schwierig. Heftige Windböen fachten die Feuer immer wieder an. Inzwischen sind die Brände unter Kontrolle. In beiden Fällen wurden die Feuer vermutlich durch den Kontakt von Bäumen mit Stromleitungen ausgelöst.
Zahlreiche Einsätze
Die Orkanböen, die stellenweise Spitzen von 200 Stundenkilometern erreichten, hielten die Einsatzkräfte in der ganzen Schweiz auf Trab. Vielerorts warf der Wind Strommasten und Bäume um und legte den Verkehr lahm.
Die Hauptstrasse zwischen Zweisimmen und Saanen war vorübergehend gesperrt. Mehrere Bahnen der Jungfraubahn AG nahmen ihren Betrieb gar nicht erst auf. Die Dörfer Wengen und Mürren waren bis Sonntagmittag von der Umwelt abgeschnitten. Unterbrochen waren wegen Sturmschäden auch mehrere Zugstrecken im Kanton Graubünden.
