Nun wird vorläufig nichts daraus, wie Pierre Ammann, Präsident des Verbandes der Betriebsleiter und Betreiber Schweizerischer Abfallbehandlungsanlagen VBSA, auf Anfrage der Nachrichtenagentur SDA erklärte. Italien habe nach dem Zusammenbruch der Regierung Prodi ein Problem.
Lage weiter angespannt
«So lange dieses politische Problem nicht gelöst ist, wird sich in der Angelegenheit kaum etwas tun», sagte Ammann. «In absehbarer Zeit» werde jedenfalls kein Abfall aus Neapel zur Verbrennung in die Schweiz kommen.
In Neapel bleibt mehr als vier Wochen nach Beginn der Müllkrise die Lage akut, wie die österreichische Nachrichtenagentur APA am Freitag berichtete. Auf den Strassen der Region um Neapel lägen 350'000 Tonnen Unrat. Nur aus dem Stadtzentrum sei der stinkende Abfall verschwunden.
