Die jetzigen Überschwemmungen seien im Vergleich mit den beiden vorangegangenen vom 21. Juni und vom 8. August mit Abstand die schlimmsten, berichtete ein Radiokorrespondent von vor Ort. Und das Wasser steige weiter, weil es nicht zu regnen aufhöre.
Schäden im Mittelland
Bereits am frühen Morgen hatten Gewitter in den Kantonen Bern, Solothurn und Aargau Schäden angerichtet. Bei der Kantonspolizei Bern gingen mehr als 200 Meldungen ein, in Solothurn waren es gegen 70 - meist wegen überschwemmter Keller und Strassen. Die Solothurner Feuerwehren standen im Dauereinsatz. Mehrere Bahnstrecken waren vorübergehend unterbrochen.
Nachdem sich am Nachmittag die Lage nach den heftigen Gewittern am Morgen normalisiert hatte, kam es am Abend zu neuen Bahnunterbrücken wegen neuer starker Niederschläge. Betroffen waren Biel-Gampelen, Biel-Solothurn und Lotzwil-Kleindietwil.
Verspätungen im Seeland
Wie der SBB-Internetseite am Abend zu entnehmen war, verkehrten zwischen Kerzers und Gampelen Ersatzbusse. Reisenden nach Neuenburg und Bern riet die Bahn zur Fahrt über Biel. Es kam zu Verspätungen von 15 Minuten.
Zwischen Lotzwil und Kleindietwil verkehrten ab 17.10 Uhr gewitterbedingt ebenfalls Ersatzbusse. Die Dauer der Unterbrechungen war am Mittwochabend nicht bekannt.
Biel-Solothurn unterbrochen
Auch die Linie Biel-Solothurn war bei Grenchen Süd vorübergehend unterbrochen. Um 18.30 Uhr bestand laut der Internetseite keine Störung mehr.
Wegen Wassers auf der Fahrbahn wurden am frühen Abend die Autobahn A6 bei Lyss und die Kantonsstrasse Bern-Neuenburg zwischen Gampelen und Ins gesperrt.
