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USA sträuben sich gegen Klima-Massnahmen

US-Energieminister Bodman sieht den US-Anteil an den CO2-Emissionen als «gering».
Ban Ki-moon zeigte sich alarmiert.
Samstag, 3. Februar 2007
Washington - Mit Blick auf den neuen Weltklimabericht hat UNO-Generalsekretär Ban Ki Moon einen raschen und entschiedeneren globalen Einsatz gegen den Klimawandel gefordert. Die US-Regierung sprach sich gegen einseitige Massnahmen aus.
Der US-Anteil am Ausstoss von Treibhausgasen sei nur «gering, wenn man sich den Rest der Welt ansieht», sagte US-Energieminister Sam Bodman. «Nötig ist eine weltweite Diskussion.» Auf das Konto der USA gehen ein Viertel der weltweiten Kohlendioxid-Emissionen und ein Viertel des Rohölverbrauchs.

Bodman bekräftigte die ablehnende Haltung seiner Regierung gegen verbindliche Grenzwerte für den Ausstoss des Treibhausgases Kohlendioxid.

Bush: «Wichtige Informationsquelle»

Ein Sprecher von US-Präsident George W. Bush bezeichnete den UNO-Bericht indes als wichtig. In einer Erklärung der Regierung hiess es, das Papier werde «als wichtige Informationsquelle für Entscheidungsträger dienen».

Bush, der sich lange sehr skeptisch über die Warnungen von Wissenschaftlern äusserte und die Unterzeichnung des Kyoto-Klimaschutzprotokolles verweigert, hatte kürzlich erstmals in überraschender Deutlichkeit den Klimawandel als «ernste Entwicklung» bezeichnet. Die USA würden nun Pläne zur Verringerung des Kohlendioxid-Ausstosses vorantreiben.

Meeresspiegel steigt 18-59 Zentimeter

Der am Freitag in Paris veröffentlichte IPCC-Bericht sagt bis zum Jahr 2100 nach dem heute wahrscheinlichsten Szenario einen Temperaturanstieg rund um den Globus zwischen 1,8 und 4 Grad voraus.

Der Meeresspiegel wird demnach auch durch abschmelzende Gletscher und Eisschilde um 18 bis 59 Zentimeter angehoben. Mit der Erderwärmung würden «Hitzewellen und Ereignisse mit starken Niederschlägen sehr wahrscheinlich an Zahl zunehmen», warnte der Bericht.

ht/sda