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Trilemma um Energie, Ölknappheit und CO2

Jeroen van der Veer kenne zwar die Probleme, habe aber auch keine Lösung.
Donnerstag, 31. Mai 2007
St. Gallen - Der globale Energie-Hunger nimmt zu, das Erdöl wird knapper und der Treibhauseffekt setzt dem Erdklima ungebremst zu - für dieses «Trilemma» hat auch der Chef des Ölgiganten Royal Dutch Shell in St. Gallen keine Lösung.
Shell-Chef Jeroen van der Veer beschränkte sich am 37. St. Gallen Symposium darauf, an die «harten Wahrheiten» des Energie-Trilemmas zu erinnern.

Für alternative Energien sei zwar die Technologie verfügbar. Sie sei aber für die Verbraucher heute noch zu teuer.

Beim Shell-Konzern richte man sich auf eine in Zukunft aufwendigere Erdölförderung ein, sagte der 59-jährige Van der Veer, der noch bis 2009 an der Spitze des niederländisch-britischen Ölmultis stehen soll. «Easy oil» aus Ölfeldern werde durch schwieriger auszubeutende Ölsande abgelöst.

Grosse Verantwortung der Politik

Öl und Politik seien nicht zu trennen, betonte der Shell-CEO, dessen Konzern im vergangenen Jahr einen Rekordgewinn von 25,4 Mrd. Dollar erzielte. Es sei Sache der Politik und der Regierungen, Strategien und Rahmenbedingungen für die Energie-Zukunft festzulegen.

Van der Veer ging auf Fragen aus dem vorwiegend studentischen Publikum ein.

So wurde der Shell-Chef auf die soziale Verantwortung der Öl-Multis, «politische Zahlungen» an Staaten mit Erdölreserven angesprochen, aber auch auf die Rolle Europas in der weltweiten Energiepolitik angesichts des Energie-Hungers Chinas und Indiens.

rr/sda