Für alternative Energien sei zwar die Technologie verfügbar. Sie sei aber für die Verbraucher heute noch zu teuer.
Beim Shell-Konzern richte man sich auf eine in Zukunft aufwendigere Erdölförderung ein, sagte der 59-jährige Van der Veer, der noch bis 2009 an der Spitze des niederländisch-britischen Ölmultis stehen soll. «Easy oil» aus Ölfeldern werde durch schwieriger auszubeutende Ölsande abgelöst.
Grosse Verantwortung der Politik
Öl und Politik seien nicht zu trennen, betonte der Shell-CEO, dessen Konzern im vergangenen Jahr einen Rekordgewinn von 25,4 Mrd. Dollar erzielte. Es sei Sache der Politik und der Regierungen, Strategien und Rahmenbedingungen für die Energie-Zukunft festzulegen.
Van der Veer ging auf Fragen aus dem vorwiegend studentischen Publikum ein.
So wurde der Shell-Chef auf die soziale Verantwortung der Öl-Multis, «politische Zahlungen» an Staaten mit Erdölreserven angesprochen, aber auch auf die Rolle Europas in der weltweiten Energiepolitik angesichts des Energie-Hungers Chinas und Indiens.
