«Wie sollte Europa sonst in der Welt von Brasilianern und Chinesen gehört werden, die selbst etwas tun müssen», sagte Sarkozy, dessen dritter Auftritt vor dem Europaparlament häufig von Beifall begleitet wurde.
«Gute Arbeit geleistet»
Zur Bilanz des sechsmonatigen französischen Ratsvorsitzes sagte der Präsident, dass das ständige Ringen um Kompromisse im Kreis der 27 Länder ihn Toleranz gelehrt habe. «Ich habe versucht, Europa zu bewegen, doch Europa hat mich verändert», sagte Sarkozy.
Die meisten EU-Parlamentarier bescheinigten Sarkozy einen tatkräftigen Einsatz und lobten sein Krisenmanagment. Sogar der sonst eher kritische Fraktionspräsident der Sozialdemokraten, Martin Schulz, fand lobende Worte: «Sie haben gezeigt, dass die französische Präsidentschaft Europa weiter gebracht hat.»
Frankreich habe «gute Arbeit geleistet», sagte auch der Vorsitzende der Fraktion der Europäischen Volkspartei Joseph Daul. Beide Abgeordneten riefen die tschechische Regierung auf, das gleiche Engagement zu zeigen. Die Tschechische Republik übernimmt am 1. Januar für sechs Monate den EU-Vorsitz.
