Die geringste Ausdehnung erreichte das Eis im Wechsel zwischen Schmelzen und Frieren am 14. September 2008. Mit 4,67 Millionen Quadratkilometern war die Fläche nur leicht grösser als 2007 mit 4,3 Millionen Quadratkilometern, was als die bisher geringste Eis-Ausdehnung in der Arktis angesehen wird.
Die weltweite Oberflächentemperatur zu Lande und zu Wasser lag in diesem Jahr 0,31 Grad Celsius über dem Jahresdurchschnitt von 14 Grad, wie er zwischen 1961 und 1990 gemessen wurde. Damit lag die Oberflächentemperatur leicht unter den vergangenen Jahren dieses Jahrhunderts.
Jahr mit vielen Wetterextremen
WMO-Generalsekretär Michel Jarraud sprach von einem Jahr mit vielen Wetterextremen. Diese brachten unter anderem der Türkei die kältesten Januarnächte seit 50 Jahren oder Finnland, Schweden und Norwegen den wärmsten Winter 2007/2008.
Das extreme kalte Winterwetter forderte in Afghanistan und China Hunderte von Todesopfer. Deutschland wurde von einer grossen Zahl starker Gewitter mit viel Regen und Hagelstürmen heimgesucht. Auch in Frankreich kam es zu Überschwemmungen. Portugal und Spanien erlebten den trockensten Winter seit Jahrzehnten.
Dagegen gab es in in Nord- sowie in Schwarzafrika, einschliesslich West- und Ostafrika, heftige Regenfälle.
Ausserdem bildeten sich im Atlantik 16 tropische Stürme. In den USA gab es zudem eine Rekordzahl an Tornados.
Das Ozonloch über der Antarktis erreichte am 12. September mit 27 Millionen Quadratkilometer zwar einen niedrigeren Wert als im Rekordjahr 2006, war aber wieder grösser als 2007.
