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Gefahr noch nicht gebannt

«Sandy» wird zum «kalten Hurrikan»

Winter-Zyklone leben von unterschiedlichen Luftmassen, die aufeinanderprallen. (Symbolbild)
Dienstag, 30. Oktober 2012
Washington - Der Tropensturm «Sandy» wird auf seinem Weg nach Norden zu einer Art von «kaltem Hurrikan». Der Sturm, der sich am Dienstag abschwächte und zunächst keine Hurrikan-Stärke mehr hatte, bleibe gefährlich, sagten Meteorologen des Deutschen Wetterdienstes (DWD).
Der Sturm bringe der US-Ostküste auch Unmengen an Niederschlag. Bis zum Mittwoch seien 300 bis 400 Liter Niederschlag pro Quadratmeter zu erwarten.

Betroffen sei die US-Ostküste in einem Streifen bis zum Appalachen-Gebirge. In der Region Baltimore/Philadelphia seien bereits innerhalb von 36 Stunden 180 Liter Regen pro Quadratmeter heruntergekommen. In den höheren Lagen werde auch Schnee fallen.

Das Nationale Hurrikan-Zentrum in Miami stufte «Sandy» am Montagabend Ortszeit als einen «nach-tropischen Zyklon» oder «Winter-Zyklon» ein. Hurrikane wie Zyklone sind Wirbelstürme und entstehen in den Tropen über sehr warmem Wasser. Sie schwächen sich normalerweise ab, wenn sie auf Land treffen und der Energie-Nachschub von unten fehlt.

Anders bei «Sandy»: Dieser Sturm sei sehr schnell von der Karibik nach Norden gezogen. «Jetzt bekommt er seine Hauptenergie nicht mehr von unten, sondern von kalter Luft aus Norden», sagte DWD-Sprecher Gerhard Lux - daher die Einstufung als «kalter Hurrikan». «Sandy» bekommt so neuen Schwung. Solche sogenannten Winter-Zyklone leben von unterschiedlichen Luftmassen, die aufeinanderprallen.

bert/sda