Betroffen sei die US-Ostküste in einem Streifen bis zum Appalachen-Gebirge. In der Region Baltimore/Philadelphia seien bereits innerhalb von 36 Stunden 180 Liter Regen pro Quadratmeter heruntergekommen. In den höheren Lagen werde auch Schnee fallen.
Das Nationale Hurrikan-Zentrum in Miami stufte «Sandy» am Montagabend Ortszeit als einen «nach-tropischen Zyklon» oder «Winter-Zyklon» ein. Hurrikane wie Zyklone sind Wirbelstürme und entstehen in den Tropen über sehr warmem Wasser. Sie schwächen sich normalerweise ab, wenn sie auf Land treffen und der Energie-Nachschub von unten fehlt.
Anders bei «Sandy»: Dieser Sturm sei sehr schnell von der Karibik nach Norden gezogen. «Jetzt bekommt er seine Hauptenergie nicht mehr von unten, sondern von kalter Luft aus Norden», sagte DWD-Sprecher Gerhard Lux - daher die Einstufung als «kalter Hurrikan». «Sandy» bekommt so neuen Schwung. Solche sogenannten Winter-Zyklone leben von unterschiedlichen Luftmassen, die aufeinanderprallen.
