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Rückbau der Altlast in Kölliken geht weiter

Der freigelegte Sondermüll wird mit einer Wärmebildkamera überwacht.
Freitag, 16. Januar 2009
Kölliken - Nach einem Unterbruch von einem halben Jahr werden die Arbeiten für den Rückbau der Sondermülldeponie Kölliken (SMDK) im Kanton Aargau am Montag wieder aufgenommen. Die Arbeiten auf der grössten Altlast der Schweiz ruhten seit einem Brand.
Das neue Konzept mit verstärkten Sicherheitsvorkehrungen trage «sämtlichen denkbaren Stör- und Zwischenfällen» Rechnung, teilte das Konsortium mit. Ein geringes Restrisiko bleibe jedoch nach wie vor bestehen.

Die Massnahmen waren in den vergangenen Wochen in einem Testbetrieb geprüft worden. Die Vorkehrungen sollen auch die Sicherheit der Mitarbeitenden beim Deponierückbau erhöhen.

An der Abbaufront in der riesigen Deponiehalle wird der freigelegte Sondermüll neu mit einer Wärmebildkamera überwacht. Spezielle Analysegeräte sollen kritische Materialien erkennen.

Die Arbeiten für den Rückbau der 1985 geschlossenen Deponie hatten Ende Juni 2008 eingestellt werden müssen. In einem Container in der Manipulationshalle hatten sich Magnesium-Metallspäne entzündet und eine hohe Stichflamme verursacht. Dies war bereits der dritte Brand durch Selbstentzündung gewesen.

Sanierung bis 2012

Die wegen Umweltgefährdung geschlossene Deponie soll bis Ende 2012 saniert werden. Insgesamt werden 500'000 Tonnen Giftmüll ausgebaggert und fachgerecht entsorgt. Aus Gründen der Sicherheit wurde über der Deponie eine riesige, luftdichte Halle errichtet.

Die Sanierungskosten betragen insgesamt 700 Millionen Franken. Für die Kosten kommen die ehemaligen Betreiber der Deponie auf. Dies zur Mehrheit die Kantone Aargau und Zürich. Auch die Stadt Zürich und die Basler Chemie beteiligen sich an den Aufwendungen.

In den Jahren 1978 bis 1985 war Giftmüll aus der gesamten Schweiz und dem grenznahen Ausland in die erste öffentliche Sondermülldeponie der Schweiz gekippt worden.

ht/sda