Vor deren Start zeichnet sich jedoch ab: Die Gesamtsanierung kommt noch teurer als die bereits im Januar angekündigt Kostenerhöhung auf bis zu 700 Millionen Franken. Damit fielen die Aufwendungen schon um 222 Millionen Franken höher als geplant aus.
Man gehe zusätzlich von einem «hohen zweistelligen Millionenbetrag aus», sagte der Aargauer Landammann Peter C. Beyeler, Präsident des SDMK-Steuerungsausschusses. Da die Verhandlungen noch im Gang seien, könne man die Mehrkosten noch nicht genau beziffern. Grund für die Mehrkosten ist ein neues Rückbauverfahren.
Zustimmung von Aarau und Zürich nötig
Für die Mehrkosten müssen in den Kantonsparlamenten Zusatzkredite beantragt werden, wie Beyeler festhielt. Die zweimonatige Vorphase könne gleichzeitig mit den Kreditvorlagen absolviert werden. Die zweite Etappe beginne jedoch erst, wenn das Geld gesprochen sei.
Für die Sanierung muss das Konsortium aufkommen. Es besteht aus den Kantonen Aargau und Zürich je 41,6 Prozent, der Stadt Zürich und der Basler Chemie je 8,3 Prozent. Das Konsortium hatte Anfang Jahr angekündigt, dass die Sanierung bis zu 700 Millionen Franken koste.
Abklärung über Bundesbeiträge
Das Konsortium will zudem beim Bundesamt für Umwelt BAFU abklären, ob höhere Beiträge aus dem Altlasten-Fonds gesprochen werden können. Darüber muss laut Beyeler einzig das Bundesamt entscheiden.
Bisher wird mit einem Beitrag aus dem Altlastenfonds von 176 Millionen Franken gerechnet. Der Rückbau der grössten Schweizer Altlast wird erst Anfang 2016 abgeschlossen sein. Das ist rund vier Jahre später als ursprünglich geplant.
