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Ölunfall hat personelle Konsequenzen in Washington

Es wurden erste Rücktritte aus der US-Kontrollbehörde vollzogen.
Dienstag, 18. Mai 2010
Washington - Die gewaltige Ölpest im Golf von Mexiko hat nun erste personelle Konsequenzen in den USA. Der für die Kontrolle der Tiefsee-Bohrungen zuständige Abteilungsleiter der US-Behörde für Mineralienförderung (MMS), Chris Oynes, ist zurückgetreten.
Dem Schritt vorausgegangen war scharfe Kritik von Präsident Barack Obama. Er hatte sich über die zu enge und «behagliche» Beziehung zwischen der Behörde und der Ölindustrie beklagt.

Der US-Präsident bezog sich dabei unter anderem darauf, dass der zum Innenministerium gehörende MMS Minerals Management Service Bohrgenehmigungen erteilt hat, ohne dass vorgeschriebene Untersuchungen über die möglichen Umweltfolgen unternommen wurden.

Sicherheitsinspektionen selbst vorgenommen

Ausserdem hat die Behörde Sicherheitsinspektionen auf den Bohrplattformen von den Ölunternehmen selbst vornehmen lassen.

Die Ölpest will Obama von einer unabhängigen Kommission untersuchen lassen. Das Gremium solle dem Präsidenten unterstehen und ähnlich wie bei anderen nationalen Katastrophen zusammengesetzt sein, sagte ein Regierungsmitarbeiter nach Angaben der Nachrichtenagentur AFP am Montag in Washington.

Im Golf von Mexiko fliessen seit der Explosion und dem Untergang der Bohrinsel «Deepwater Horizon» am 20. April riesige Mengen von Öl ins Meer. Auf die Küste der USA und die dort lebenden Tiere hat der Ölteppich nach offiziellen Angaben bisher nur geringe Auswirkungen gehabt.

 

ade/sda