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Klimakonferenz: Bush will keine bindenden Vorgaben

Umweltschützer kritisierten die Klimapolitik des Präsidenten.
Freitag, 28. September 2007
Washington - US-Präsident George W. Bush hat verpflichtende Zusagen im Kampf gegen den Klimawandel erneut abgelehnt. An der Klimakonferenz in Washington plädierte er für die Eigenverantwortung der Regierungen.
Die Staaten mit dem grössten Ausstoss von Treibhausgasen sollen sich nach dem Willen von Bush bis Sommer 2008 auf Absichtserklärungen zur langfristigen Verringerung klimaschädlicher Emissionen einigen.

Den Ländern solle es aber offen stehen, wie sie dieses Ziel erreichten, sagte Bush. Von bindenden Vorgaben, wie sie das Kyoto-Protokoll zur Reduzierung der Treibgase enthält, sprach er nicht.

«Jedes Land muss für sich selbst über die richtige Mischung von Massnahmen und Technologie entscheiden, um Ergebnisse zu erzielen, die messbar und effektiv für die Umwelt sind», sagte Bush.

Förderung umweltfreundlicher Technologien

Ein Schlüssel hierzu sei die Förderung umweltfreundlicher Technologien. Dazu zählte der Präsident in seiner Rede auch die Atomenergie. Ohne die Kernkraftwerke in den USA sei der CO2-Ausstoss deutlich höher.

An der Konferenz nehmen neben der EU und der UNO auch Vertreter von 16 Ländern teil, die für rund 80 des weltweiten Ausstosses von Treibhausgasen verantwortlich sind.

Bush betonte, dass die USA das Problem des Klimawandels ernst nähmen. Der Kampf gegen die Erderwärmung müsse von industrialisierten Staaten und Entwicklungsländern gemeinsam geführt werden und dürfe dabei allerdings nicht das Wirtschaftswachstum behindern.

Umweltschützer kritisierten die Klimapolitik des Präsidenten. «Bush hat Vertreter all dieser Länder geholt und hat absolut keine neuen Lösungen angeboten», sagte ein Greenpeace-Sprecher.

smw/sda