Anzeige

Klimabericht: Leuenberger sieht rasches gemeinsames Handeln nötig

Moritz Leuenberger sieht sich ermutigt, mehr für den Klimaschutz zu tun.
Freitag, 4. Mai 2007
Bern - Der dritte Teilbericht des UNO-Klimarats zeigt laut Umweltminister Moritz Leuenberger, dass umgehend gehandelt werden muss. Die aktuellen Massnahmen im Rahmen der Klimapolitik reichten nicht aus, um die Treibhausgasemissionen zu reduzieren.
Erforderlich sei ein gemeinsames Vorgehen sämtlicher Staaten, schreibt das Bundesamt für Umwelt BAFU in einem Communiqué.

Dank dem jüngsten UNO-Bericht seien nun auch die Kosten und Mittel der Reduktionsmassnahmen bekannt, wird Leuenberger zitiert. Der Rapport ermutige zu einem noch stärkeren Engagement im Kampf gegen die Klimaerwärmung.

Das BAFU weist darauf hin, dass es laut Klimarat weltweit in allen Wirtschaftssektoren möglich ist, die Emissionen zu reduzieren. «Industrie- und Schwellenländer müssen gemeinsam die weltweiten Emissionen senken», erklärte Leuenberger dazu.

Anreize benötigt

Die Staaten brauchten Anreize, ihre Emissionen zu reduzieren, unterstreicht das BAFU. Zu den wirksamsten Instrumenten dafür gehörten, dem CO2 einen Preis zuzuweisen und andere wirtschaftliche Instrumente CO2-Markt einzuführen.

Im Jahr 2004 entfielen 46 Prozent der weltweiten Emissionen auf die Industrieländer. Diese machten 20 der weltweiten Bevölkerung und 57 des Reichtums aus. Obwohl die Entwicklungsländer fast so viele Emissionen ausstossen wie die Industrieländer, fallen diese pro Kopf gerechnet immer noch viel tiefer aus.

fest/sda