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Keine entscheidenden Fortschritte bei Umweltgipfel

Schwellenländer wie Südafrika wollen sich nicht auf die gleichen Ziele verpflichten lassen wie die Industriestaaten. (Symbolbild)
Sonntag, 16. März 2008
Makuhari - Im Kampf gegen die Erderwärmung haben die 20 grössten Umweltsünder bei ihrem Gipfel in Japan keine entscheidenden Fortschritte erzielt.
Die Positionen von Industrienationen, Schwellen- und Entwicklungsländern seien zu unterschiedlich, sagte Japans Umweltminister Ichiro Kamoshita zum Ende des sogenannten G-20-Gipfels im Tokioter Vorort Makuhari. Die zweitägigen Beratungen fanden unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt.

Das Nachfolgeabkommen für das 2012 auslaufende Kyoto-Protokoll solle nun nach dem «Prinzip der gemeinsamen, aber differenzierten Verantwortung» ausgehandelt werden. Das Nachfolgeabkommen soll bis Ende 2009 verabschiedet werden.

Kampf «branchenspezifisch» führen

Japan sprach sich während des Treffens der Länder, die zusammen 80 Prozent des weltweiten Ausstosses an klimaschädlichen Treibhausgasen zu verantworten haben, für einen «branchenspezifischen Ansatz» aus, bei dem für jeden Industriezweig eigene Klimaziele aufgestellt werden sollen.

Schwellenländer wie Südafrika lehnten den Vorstoss Japans jedoch ab. Sie wollen sich nicht auf die gleichen Ziele verpflichten lassen wie Industriestaaten.

Blairs Rede stösst auf Taube Ohren

Der frühere britische Premierminister Tony Blair hatte in seiner Eröffnungsrede am Samstag vergeblich für verbindliche Klimaschutzziele geworben. «Wir haben den kritischen Moment für die Entscheidung über den Klimawandel erreicht», sagte Blair.

Nach Ansicht Blairs sollten alle Staaten zur Senkung der globalen CO2-Emissionen um 50 Prozent bis 2050 verpflichtet werden, einschliesslich der beiden Hauptverschmutzer USA und China.

Beim G-8-Gipfel in Heiligendamm im vergangenen Jahr hatten die Teilnehmer sich darauf verständigt, eine Verringerung der Treibhausgase um mindestens 50 Prozent bis zum Jahr 2050 ernsthaft gemeinsam ins Auge zu fassen.

tri/sda