Anzeige

Blair fordert verbindliche Ziele von Umweltsündern

Blair sucht mit Klimaexperten nach einem Kompromiss der G-20 über verbindliche Klimaschutzziele.
Samstag, 15. März 2008
Makuhari - Die 20 Länder mit dem höchsten Energieverbrauch der Welt haben in Japan über Wege zu einem neuen Klimaschutzabkommen beraten. Der frühere britische Premierminister Tony Blair rief dabei zu einer «Revolution» beim Umweltschutz auf.
Die Welt habe den «kritischen Moment» zur Entscheidung erreicht, sagte er laut japanischen Medienberichten zum Auftakt der zweitägigen, nicht öffentlichen Konferenz nahe Tokios. Blair forderte die internationale Gemeinschaft auf, gemeinsam gegen die Erderwärmung anzugehen und ein neues bindendes globales Ziel zur Senkung der Kohlendioxid-Emissionen zu setzen.

Die Konferenz soll als vorbereitende Diskussion für den G8-Gipfel im Juli in Japan dienen, bei dem der Klimaschutz Top-Thema sein wird. Dabei geht um ein Nachfolgeabkommen zum Klimaschutz-Protokoll von Kyoto, das 2012 ausläuft.

Der G8-Gipfel werde ein «Schicksalstag» für den Klimawandel sein, sagte Blair laut der Nachrichtenagentur Kyodo. Nach Ansicht des britischen Ex-Premiers sollten alle Staaten zur Senkung der globalen CO2-Emissionen um 50 Prozent bis 2050 verpflichtet werden, einschliesslich der beiden Hauptverschmutzer USA und China.

Eine Gruppe von Experten werde unter seiner politischen Führung im Juni einen Zwischenbericht über ihre Beratungen für ein internationales Rahmenwerk zum Klimaschutz vorlegen, kündigte Blair an. Das Ergebnis der Beratungen solle in den Verhandlungsprozess der G8-Länder und Vereinten Nationen einfliessen.

dl/sda