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Italienische Seite des Matterhorns kurzzeitig gesperrt

Die Schweizer Seite des Matterhorns bleibt offen.
Donnerstag, 27. Juli 2006
Rom - Die italienische Seite des Matterhorns ist wegen Felssturzgefahr für einen Tag gesperrt worden.
Nach Sicherungsarbeiten wurde die Normalroute durch die Südflanke von den Behörden im Aostatal wieder freigegeben.

In der Nacht auf Mittwoch musste die Bergrettung 25 Alpinisten ins Tal bringen, die in einer Hütte auf einer Höhe von 3800 Metern festsassen. In dem Gebiet waren einige Felsstürze gemeldet worden, die jedoch keine Schäden verursachten.

Inzwischen konnten nun die nötigen Sicherungsarbeiten auf der Südseite gemacht werden, wie der Zivilschutz mitteilte. Die Aufhebung der Sperrung heisse nun aber nicht, dass der Weg durch die Südflanke ganz ohne Risiken sei, sagte der Bürgermeister von Valtournenche, Giorgio Pession.

Matterhorn «zerbröselt»

Das erhöhte Risiko wird auf die derzeit herrschenden hohen Temperaturen zurückgeführt. Geologen warnen: Das 4476 Meter hohe Matterhorn «zerbrösle».

Nach Einschätzung des Walliser Kantonsgeologen Jean-Daniel Rouiller ist die italienische Matterhorn-Seite stärker exponiert und in weniger stabilem Zustand als die der Schweiz zugewandte. Darum sei sie auch gefährlicher, sagte Roullier der Nachrichtenagentur SDA.

Schweizer Seite bleibt offen

Die Schweizer Seite des Matterhorns war von der Sperrung nicht betroffen, wie eine Sprecherin des Bergführerbüros Alpincenter Zermatt sagte. Bis auf weiteres gebe es keinen Grund zur Beuunruhigung.

In der Schweiz machte in den letzten Zeit vor allem der Eiger wegen Felsabbrüchen von sich reden. Folgen hatte ein Felssturz bei Gurtnellen im Kanton Uri: Zwei Personen kamen ums Leben, die Felsnase wurde später gesprengt. Die Autobahn A2 und die Kantonsstrasse wurden für mehrere Tage gesperrt.

fest/sda