Anzeige

Internationale Energiepolitik fördert Verbrauch

Zur Zeit werde viel geredet und wenig gehandelt.
Mittwoch, 7. November 2007
Paris - Wenn weltweit alle Staaten an ihrer derzeitigen Energiepolitik festhalten, braucht die Welt nach Einschätzung der Internationalen Energieagentur (IEA) in knapp 25 Jahren über die Hälfte mehr Energie als heute.
Deshalb müssten alle Regierungen «resolute, sofortige und konzentrierte Massnahmen» ergreifen, um auf ein verträglicheres Energiesystem umzuschwenken, erklärte die IEA in ihrem jährlichen «Weltenergieausblick».

Vor allem China und Indien - die beiden «neuen Giganten in der Weltwirtschaft» - bräuchten immer mehr Energie. Aber die Folgen des ungebremsten Energiewachstums seien «alarmierend» auch für den Rest der Welt.

Bislang hätten die meisten Länder «mehr geredet als gehandelt», hiess es im Bericht der Energieagentur. Wenn die Regierungen aber alle Massnahmen umsetzen würden, über die sie derzeit nachdächten, würde weltweit «erheblich» weniger Energie verbraucht - und damit würde auch der Ausstoss von Treibhausgasen sinken.

Bleiben sie dagegen bei ihrer derzeitigen Energiepolitik, werden die Verbraucherländer immer abhängiger von Öl- und Gaseinfuhren und erzeugen immer mehr Treibhausgase, wie die IEA feststellte. «Beide Entwicklungen würden zu verstärkter Besorgnis über den Klimawandel und die Energieversorgungssicherheit Anlass geben.»

bert/sda