Derzeit 60 Millionen pro Jahr
Das werde zwar teuer, lohne sich aber. Als Beispiel nennt der Leiter Schutz vor Naturgefahren die Engelberger Aa, wo ein Hochwasserschutzprojekt für 26 Millionen Franken gebaut wurde. Damit hätten beim jetzigen Unwetter Schäden in der Höhe von mindestens 100 Millionen Franken vermieden werden können.
Bekannt sind allerdings schon einige grosse Bauvorhaben, die in den nächsten Jahren auf den Bund zukommen. Laut Götz wird allein die Sanierung der Werke an der Rhone eine Milliarde Franken kosten. Und auch die Korrektionswerke an Linth und Rhein müssten zum Teil erneuert werden. Gegenwärtig beträgt das Hochwasserschutz-Budget des Bundes 60 Millionen Franken pro Jahr.
Leuenberger will keine Schlagzeilen
Um wieviel diese Mittel aufgestockt werden müssen, ist von Umweltminister Moritz Leuenberger derzeit nicht zu erfahren. «Jetzt einfach ein paar Millionen zu verlangen, ist der kümmerliche Primärreflex, um in die Schlagzeilen zu kommen», sagte er in einem Interview mit dem «SonntagsBlick».Was es brauche, sei vor allem den «Willen zur Prävention». Beim Hochwasser habe sich wieder gezeigt, dass es sich lohne, in vorbeugende Massnahmen zu investieren.