Das Hochwasser ist das grösste Elementarschadenereignis in der knapp 200-jährigen Geschichte der Gebäudeversicherung Bern GVB.
Im Kanton Bern sind rund 5000 Gebäude betroffen, besonders in den Oberländer Dörfern Brienz, Oey und Reichenbach sowie in Thun und Bern, teilte die GVB mit.
Last verteilt
Die Last derart grosser Gebäudeschadensummen wird in der Schweiz auf mehrere Schultern verteilt.
Wird eine bestimmte Schadensgrenze im betroffenen Kanton überschritten, kann die kantonale Gebäudeversicherung bis zu einem Betrag von 750 Mio. Franken auf die Solidarität der interkantonalen Risikogemeinschaft zurückgreifen.
GVB-Geschäftsleiter Ueli Winzenried forderte vor den Medien, dass die kantonalen Gebäudeversicherungen und die Privatassekuranz einen Hochwasser-Präventionsfonds einrichten.
Analog der Brandbekämpfung
Es brauche einen Fonds, analog dem sogenannten "Löschfünfer" in der Brandprävention.
Mit dem Fonds, gespiesen durch 5 Rappen pro 1000 Franken Versicherungskapital, käme ein Hochwasserschutz-Beitrag von jährich 115 Mio. Franken zusammen, 85 Mio. Franken durch die kantonalen Gebäudeversicherungen und 30 Mio. Franken durch die Privatassekuranz.
Die gesamtschweizerischen Kosten des Hochwassers lassen sich erst schwer abschätzen. Die kantonalen Gebäudeversicherungen schätzten den Schaden auf über eine Milliarde Franken. Die Privatversicherer gehen von Schäden in dreistelliger Millionenhöhe aus.
