Brücken blieben wegen Einsturzgefahr weiter gesperrt. Mehr als 1000 Haushalte im Nordwesten Englands waren ohne Strom. Am Mittag setzte erneut Regen ein.
Premierminister Gordon Brown besuchte die stark überflutete Grafschaft Cumbria. In der Ortschaft Cockermouth sprach er Menschen in einer Notunterkunft Mut zu und versprach eine Million Pfund 1,7 Millionen Franken Soforthilfe der Regierung.
Hunderte mussten gerettet werden
In Teilen von Grossbritannien und Irland hatten Rekord-Regenfälle in der Nacht zum Freitag für ein Chaos gesorgt. In Nordengland und Teilen von Schottland und Wales wurden Strassen überflutet, Brücken stürzten ein, Bahnverbindungen sowie die Strom- und Gasversorgung waren unterbrochen.
Hunderte Menschen mussten aus ihren Wohnungen und Häusern gerettet werden. Ein Polizist kam ums Leben, nachdem eine Brücke unter der Wucht der Fluten zusammengebrochen war.
Meteorologen überrascht
Chaotische Zustände herrschten auch in Teilen von Irland. Landesweit waren tausende Haushalte ohne Trinkwasser, weil eine Pumpstation zerstört war.
Meteorologen zeigten sich von dem Ausmass des Unwetters überrascht. Über Teilen der Grafschaft Cumbria waren innerhalb von 24 Stunden 314 Milliliter Regen gefallen - ein Rekord für England.
«So etwas passiert einmal alle 500 Jahre», sagte Meteorologe Julian Mayes. Die für das Wochenende erwarteten Regenfälle werden aber nach denn Vorhersagen längst nicht diese Rekordwerte erreichen.
