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Hunderte nach Flutchaos in Grossbritannien gerettet

Innerhalb von 48 Stunden war in Teilen der betroffenen Gegenden so viel Regen gefallen, wie sonst nur in einem Monat. (Archivbild)
Freitag, 20. November 2009
London - Regen-Rekorde haben Teile Grossbritanniens in ein Hochwasserchaos gestürzt. Städte waren überflutet, Brücken stürzten ein, Bahnverbindungen sowie die Strom- und Gasversorgung waren unterbrochen. Hunderte Menschen mussten aus ihren Häusern gerettet werden. Ein Polizist starb.
Ein 45-jähriger Polizist wurde zunächst vermisst, nachdem eine Brücke am frühen Morgen unter der Wucht der Fluten zusammengebrochen war. Später wurde seine Leiche gefunden.

Innerhalb von 48 Stunden war in den betroffenen Gegenden in Nordengland, Schottland und Wales so viel Regen gefallen, wie sonst in einem Monat.

Besonders stark wurde die Ortschaft Cockermouth im Nordwesten Englands von dem Unwetter heimgesucht. Dort mussten sich Feuerwehrleute mit Schlauchbooten durch überflutete Strassen kämpfen.

2,5 Meter hohes Wasser

In manchen Teilen der Ortschaft stand das Wasser 2,5 Meter hoch in den Strassen. 50 Menschen mussten mit Helikoptern in Sicherheit gebracht werden. Viele Menschen sahen das Ausmass der Katastrophe erst, als sie sich auf die Dächer ihrer überfluteten Häuser gerettet hatten.

Kleine Flüsse hatten sich zu reissenden Strömen entwickelt und waren weit aus ihren Flussbetten getreten. Gebäude und Autos schauten aus einer riesigen Seenplatte heraus, Strassen waren unterspült. Soldaten mussten mobilisiert werden, um den bedrohten Menschen zu helfen.

Auch Tierherden wurden von den Fluten eingeschlossen. Überflutungen, gesperrte Strassen, Stromausfälle und unterbrochene Zugverbindungen wurden auch aus Teilen von Irland, Schottland und Wales gemeldet. Am Freitag hatte der Regen zwar aufgehört, für das Wochenende wurden jedoch weitere Niederschläge erwartet.

sl/sda