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Hagelschäden in Millionenhöhe

Solche Hagelkörner verletzten zwei Wanderer in Neirivue FR.
Dienstag, 19. Juli 2005
Bern - Die heftigen Gewitter und der Hagel haben am Montagabend in der Westschweiz Schäden in Höhe von mindestens 5 Millionen Franken angerichtet. Acht Personen wurden verletzt, drei davon schwer.
Das meldet gemäss ersten Schätzungen die Hagelversicherung. Acht Personen wurden verletzt, drei davon schwer.

Am schwersten betroffen vom Hagelschlag war das Weinbaugebiet der Region Lavaux. Wie Yvonne Torriani von der Schweizerischen Hagelversicherung auf Anfrage der Nachrichtenagentur sda sagte, wurden allein dort bisher Schäden in Höhe von 4 Mio. Franken registriert.

Bis Ende der Woche erwartet man bei der Hagelversicherung weitere Meldungen, welche die Schadensumme verdoppeln könnte. Vom Hagel waren rund 200 Hektaren Rebbaugebiet betroffen.

Berner Simmental betroffen

Die Experten der Hagelversicherung sind derzeit daran, das Ausmass der Schäden einzuschätzen. Weitere Schäden wurden der Hagelversicherung aus dem Berner Simmental gemeldet, wo einige Getreideflächen vom Hagel zerstört wurden.

In Noiville VD erlitt ein Mann schwere Verletzungen, als er bei einem Spaziergang von einem umstürzenden Baum getroffen wurde. Ein knickender Baum verletzte in St-Légier VD einen Automobilisten schwer.

Boot gegen Felsen

In Corseaux bei Vevey VD wurde ein Boot gegen einen Felsen getrieben. Vier Personen erlitten Verletzungen, eine davon wurde schwer verletzt. Alle Schwerverletzten befinden sich laut Angaben der Kantonspolizei Waadt ausser Lebensgefahr.

Zwei Wanderer wurden in Neirivue FR von pflaumengrossen Hagelkörnern an den Beinen leicht verletzt. Sie fanden unter einem Chaletdach Schutz. Weil der Weg zum Chalet für die Ambulanz unpassierbar war, wurden die beiden per Helikopter ins Spital von Riaz geflogen.

fest/sda