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Gewitter über der Westschweiz

Menschen mussten sich in Sicherheit bringen. (Archiv)
Dienstag, 19. Juli 2005
Lausanne - Heftige Gewitter, zum Teil von Hagel begleitet, sind am Montagnachmittag über die Schweiz gezogen.
Betroffen war vor allem die Westschweiz. Mehrere Personen wurden verletzt, wie ein Sprecher der Waadländer Polizei sagte. Fünf Personen seien schwer verletzt ins Spital Montreux gebracht worden, berichtete das Westschweizer Fernsehen am Abend. Der Polizeisprecher bestätigte, dass es Verletzte gegeben habe, zur Anzahl konnte er keine Angaben machen.

Das Gewitter richtete in der Westschweiz schwere Schäden an. Ein Grossteil der Weinernte in der Lavaux wurde vernichtet. Auch in Genf, vor allem am linken Genfersee-Ufer, litten die Weinberge stark unter dem Hagel.

Schiffe gekippt

Im Genfersee bei St. Gingolph VS und Bouveret VS kippte der Sturm laut Polizei mehrere Schiffe. Zudem wurden in der Region Bäume entwurzelt. Einer fiel auf die SBB-Linie zwischen den beiden Ortschaften. Die Zugverbindung fiel aus. MeteoSchweiz mass in Bouveret Windspitzen von 161 Kilometern pro Stunde.

Die Kantonspolizei Waadt zählte mindestens 170 Schadenmeldungen, wie ein Sprecher auf Anfrage der Nachrichtenagentur sda sagte. In Genf waren es fast ebenso viele: 165 mal wurden Polizei und Feuerwehr zu Hilfe gerufen, wie die Rettungskräfte mitteilten.

"Ungewöhnlich grosse Gewitterzelle"

Ein Sprecher von MeteoSchweiz sprach von einer "ungewöhnlich grossen Gewitterzelle", die am späten Montagnachmittag von Genf nordostwärts bis ins Greyerzerland gezogen sei. Dort habe sich die Zelle abgebaut. Der Hagelzug, der die Zelle begleitete, sei sehr breit gewesen.

Etwas weniger heftig waren die Gewitter in der Deutschschweiz. Im Berner Oberland etwa lagen bis zum Abend keine Meldungen über grössere Schäden vor, wie es bei der Kantonspolizei hiess. Nebst einigen umgestürzten Bäumen wurden einige Keller überflutet.

fest/sda