Die Organisation, die weltweit 30 verschiedene Eisfelder überwacht, schätzt den durchschnittlichen Eisverlust seit 1980 auf 11,5 Meter pro Gletscher. Nur vier Prozent der untersuchten Gletscher hätten in dieser Zeit an Masse dazugewonnen.
Tendenz zur Beschleunigung
«Es scheint, dass es eine Tendenz zur Beschleunigung gibt, ohne dass ein Ende abzusehen ist», sagte WGMS-Leiter Wilfried Haeberli. Als Ursache dafür nannte die Organisation den weltweiten Klimawandel, angetrieben durch die zunehmende Zahl umweltschädlicher Treibhausgase in der Atmosphäre.
Am stärksten abgeschmolzen ist demnach der norwegische Breidalblikkbrea, wo allein 2006 3,1 Meter gefrorenen Wassers verschwanden. 2005 seien es nur 30 Zentimeter gewesen. Der österreichische Grosse Goldbergkees und der Ossoue-Gletscher in den französischen Pyrenäen verloren mit 1,6 und fast 3 Metern 2006 ebenfalls stark.
Auch die Schweizer Gletscher gehen immer weiter zurück. Zurückzuführen ist dies laut der Akademie der Naturwissenschaften auch auf die ungewöhnlich geringen Niederschläge zwischen Oktober 2006 und April 2007.
