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Gasexplosion in Österreich - fünf Tote

Ein zweistöckiges Einfamilienhaus ist nach der Explosion in sich eingestürzt.(Symbolbild)
Freitag, 4. Juni 2010
Wien/St. Pölten - Nach einer schweren Gasexplosion ist in Niederösterreich ein Einfamilienhaus eingestürzt. Die Rettungskräfte bargen zwei Menschen tot aus den Trümmern, drei weitere Menschen wurden auch Stunden nach dem Unglück noch vermisst.
Nach Angaben der Polizei ereignete sich die Gasexplosion in der Landeshauptstadt St. Pölten kurz vor 8.00 Uhr. Das Dach stürzte ein, das zweistöckige Haus ging in Flammen auf. Durch die Wucht der Explosion wurden die Nachbarhäuser massiv beschädigt, vier Menschen wurden dabei leicht verletzt.

Wegen Explosionsgefahr schalteten die Behörden die Gaszufuhr im betroffenen Stadtteil ab, die Bewohner der umliegenden Strassen wurden in Sicherheit gebracht. Feuerwehrsprecher Franz Resperger sprach von «dramatischen Szenen».

500 Feuerwehrleute im Einsatz

Insgesamt waren 500 Feuerwehrleute im Einsatz. Ihnen gelang es stundenlang nicht, in das brennende Haus vorzudringen. Mit einem Kran hoben sie schliesslich das Satteldach weg und versuchten, in die Schlaf- und Wohnräume zu gelangen.

Wenig Hoffnung auf Überlebende

Wegen der anhaltenden Brände und der heftigen Rauchentwicklung konnten sie dabei trotz Atemschutz jeweils nur für 20 bis 30 Minuten arbeiten. Experten zufolge könnten sich unter den Trümmern zwar Hohlräume gebildet haben, jedoch schwand die Hoffnung, noch Überlebende zu bergen.

Trümmer alle verkohlt

«Dass da einer überlebt hat, ist sehr unwahrscheinlich», sagte ein Feuerwehrmann. «Und selbst wenn jemand die Explosion überstanden hat, was nicht der Fall sein dürfte, ist er vermutlich erstickt oder verbrannt. Die Trümmer sind alle verkohlt.»

Die Ursache für die Explosion war zunächst unklar. Brandexperten von Landes- und Bundeskriminalamt nahmen laut Polizei bereits Ermittlungen auf.

Ein Polizeisprecher bestätigte, dass es am Mittwochabend wegen eines kaputten Kabels in der Umgebung einen Stromausfall gegeben hatte. Das Kabel sei vom Netz genommen, die betroffenen Haushalte aus anderen Leitungen gespeist worden. Ob der Stromausfall mit der Gasexplosion zu tun habe, sei aber derzeit reine Spekulation.

bert/sda