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G8-Umweltminister beraten über Klimawandel

Achim Steiner: «Es sind bereits grosse Schritte gemacht worden.»
Freitag, 16. März 2007
Potsdam - Die führenden Industrieländer wollen den Kampf gegen den Klimawandel und das Artensterben entschlossen vorantreiben. Die Umweltminister der G8-Gruppe vereinbarten am ersten Tag ihrer Konferenz eine Initiative.
Diese sieht eine Studie über die wirtschaftlichen Folgen des Artensterbens und einen Bericht über die Entwicklung und den Stand der weltweiten Vernichtung von Tieren, Wäldern und Pflanzen vor.

Die wirtschaftliche Bestandsaufnahme über die Artenverluste soll noch vor der UNO-Artenschutz-Runde im Mai 2008 in Bonn vorgelegt werden. Diese Studie soll ähnlich aufgebaut werden wie der Aufsehen erregende Bericht des ehemaligen Weltbank-Chefökonomen Nicholas Stern über die immensen Kosten der globalen Erwärmung.

In dem Bericht sollen nach dem Willen der Minister konkret die Kosten des Verlusts an Artenvielfalt im Vergleich zu den Kosten einer wirksamen Erhaltung gestellt werden.

Klimaschutz auch für Politik wichtiges Thema

Im zweiten Teil der Konferenz sollte es vor allem um die noch schwierigeren Fragen des Klimawandels gehen. Zu dem Treffen hatte Gabriel erstmals auch die wichtigen Schwellenländer China, Indien, Mexiko, Brasilien und Südafrika geladen.

Der Exekutivdirektor des UNO-Umweltprogramms UNEP, Achim Steiner, begrüsste, dass die Minister «den Schutz natürlicher Lebensgrundlagen wieder in das Rampenlicht der G8 gerückt» hätten.

Bei Artenvielfalt gehe es nicht nur um die Natur, sondern dies sei «auch zentraler Bestandteil der Überlebensstrategien von Millionen Menschen».

Nach der Veröffentlichung zahlreicher Studien wird der Klimaschutz für die Politik immer mehr zum Thema. Auch eine neue Studie von US-Forschern zeigt die Klimaveränderung der letzten Jahre auf. Nach ihren Erkenntnissen war der vergangene Winter weltweit der wärmste seit 1880.

smw/sda