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Energie: Unheilige Allianz der Jungparteien

Pascal Kalbermatten (JCVP) war «erstaunt und enttäuscht» über das Fehlen des JSVP-Vertreters.
Freitag, 23. Februar 2007
Bern - Die Jungparteien von SVP, SP, FDP, CVP und Grünen haben dem Vorschlag des Bundesrats zum Bau von Gaskombikraftwerken unisono eine Absage erteilt. Der gemeinsamen Medienkonferenz blieb die Junge SVP allerdings fern.
Für kommende Generationen seien neue Gaskraftwerke eine Hypothek, sagten Vertreterinnen und Vertreter der Jungparteien an der erst am Donnerstagabend einberufenen Medienkonferenz in Bern. Gaskraftwerke würden zusätzlich Millionen Tonnen von CO2 ausstossen.

Eine verstärkte Ausland- und Gaspreisabhängigkeit sei die Folge. Angesichts des UNO-Klimaberichts seien Gaskraftwerke «äusserst unverantwortlich». Sie als Übergangslösung zu bezeichnen, sei «reine Kosmetik».

Die Junge SVP, deren Vorstandsmitglied Erich Hess der gemeinsamen Medienkonferenz allerdings fern blieb, liess in einer Fussnote am Communiqué anfügen, sie schätze die CO2-Problematik weniger gravierend ein, als die anderen Jungparteien.

«Enttäuscht» über Fehlen der JSVP

Er sei «erstaunt und enttäuscht» über das Fehlen des JSVP-Vertreters, sagte Pascal Kalbermatten vom Vorstand der Jungen CVP. Der Grund sei ihm nicht bekannt.

Auf Initiative seiner Partei hätten sich die anderen Jungparteien zu der gemeinsamen Stellungnahme bereit gefunden. Der Anstoss dazu sei am Mittwoch nach dem Bundesratsentscheid erfolgt.

Die gemeinsame Erklärung der Jungparteien gegen Gaskraftwerke ist gemäss Kalbermatten die erste dieser Art. In Europafragen hätten die Jungparteien schon gemeinsam Position bezogen. Dabei habe die Junge SVP aber jeweils nicht mitgemacht.

Wenn auch einig in der Opposition gegen Gaskraftwerke, gehen die energiepolitischen Strategien der Jungparteien ansonsten weit auseinander. Als gemeinsame Nenner schälten sich bei den anwesenden Exponenten das Bekenntnis zu mehr Energieeffizienz sowie zu einer nachhaltigen und sicheren Energieversorung heraus.

dl/sda