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Massive Behinderungen

Deutschland unter einer Schneedecke

Der Schnee legt weite Teile des Verkehrs in Europa lahm.
Donnerstag, 2. Dezember 2010
Bern - Deutschland ist zugeschneit. Schneewinde und -stürme haben fast das ganze Land mit Schnee bedeckt. Strassen waren vielerorts unpassierbar, Autos und Lastwagen blieben stecken. Auf den Schienen kamen Züge nicht voran. Drei Menschen starben bei Unfällen.
Auch in der Nacht zum Donnerstag sorgte neuer Schnee für weitere Behinderungen. Der Deutsche Wetterdienst hatte zwar Unwetterwarnungen für Niedersachsen, Brandenburg, Thüringen, Sachsen und Bayern aufgehoben - Probleme gab es aber trotzdem im Strassen-, Bahn- und Flugverkehr.

Die Deutsche Bahn teilte mit, dass es in Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen und im Norden Bayerns zu erheblichen Störungen kommen werde. Schnee auf den Gleisen, umgestürzte Bäume auf den Schienen oder zerstörte Oberleitungen und Weichen waren das Hauptproblem.

In Sachsen musste der Fernverkehr aus Leipzig nach Nürnberg eingestellt werden. Im thüringischen Saalfeld musste ein ICE nach München seine Fahrt stoppen. Die 165 Fahrgäste wurden von Feuerwehrleuten und Rettungshelfern mit Wolldecken, Essen und Getränken im Zug versorgt.

Hälfte der Eurostar-Züge fällt aus

Wegen des heftigen Schneefalls in weiten Teilen Europas strichen derweil die Eurostar-Betreiber die Hälfte der für Donnerstag geplanten Züge unter dem Ärmelkanal. Dies gilt sowohl für die Verbindungen zwischen London und Paris als auch zwischen London und Brüssel.

Dies sagte ein Unternehmenssprecher in der Nacht zum Donnerstag der Nachrichtenagentur AFP. Die Reisenden sollten - wenn irgendwie möglich - ihre Zugfahrten verschieben. Auch andere Bahnverbindungen in ganz Frankreich wurden gestrichen.

Wegen des erwarteten Schneefalls wies die zivile Luftfahrtdirektion DGAC zudem die Fluglinien an, am Pariser Grossflughafen Roissy Charles-de-Gaulle 25 Prozent der Flüge und am Flughafen Orly zehn Prozent der Verbindungen zu streichen.

 

fkl/sda