Im Flughafen übernachtet
In der Nacht auf Donnerstag musste der Flughafen Genf erneut rund 200 gestrandete Passagiere betreuen. Die meisten verbrachten die Nacht in Zivilschutzräumen. Einige übernachteten im Flughafen selber.
Ebenfalls noch nicht ganz auf Normalbetrieb schalten kann der EuroAirport Basel. Laut Website wurden für Donnerstagmorgen mehrere Flüge von bzw. nach München, Lyon, London und Frankfurt annulliert.
In Zürich wurden am Donnerstagmorgen die ersten Flüge normal abgefertigt, nachdem der Betrieb am Mittwoch aufrecht erhalten werden konnte. Laut einer Sprecherin wurden wegen der Situation auf ausländischen Flughäfen für Donnerstag bisher acht Starts und 14 Landungen annulliert.
In Bern-Belp waren die Räumungsequipen während der ganzen Nacht daran, Piste und Rollwege von Schnee und Eis zu säubern. Der Flughafen wird den Flugbetrieb voraussichtlich um 08.30 Uhr wieder aufnehmen, wie die Flughafenleitung am Donnerstagmorgen mitteilte.
Entgleister Intercity
Der am Mittwochabend zwischen Biel und Lyss entgleiste Intercity-Neigezug sorgte derweil auch am Donnerstagmorgen für Behinderungen zwischen Biel und Bern. Die Strecke ist gemäss SBB-Angaben weiterhin nur beschränkt befahrbar.
Die Züge Regioexpress-Züge Bern-Biel fallen zwischen Lyss und Biel weiterhin aus. Reisende müssen in Lyss beziehungsweise Biel auf die S3 umsteigen, die planmässig verkehrt. Die Dauer der Störung ist unbestimmt.
Hunderte Verkehrsunfälle
In der Deutschschweiz wurden seit Mittwochmittag über 350 Verkehrsunfällen gemeldet. Zumeist blieb es bei Blechschäden. Auf den Autobahnen konnte der Schnee bis am Donnerstagmorgen geräumt werden.
Nur auf der Autobahn A9 im Wallis habe am Donnerstagmorgen an einigen Stellen noch Schnee gelegen, sagte ein Sprecher von Viasuisse auf Anfrage der Nachrichtenagentur SDA. Noch Mittwoch seien hingegen alle Schweizer Autobahnen schneebedeckt gewesen, was zu Staus und Unfällen geführt habe.


