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Der schwierige Umgang mit Wasserläufen

Das Verändern von Wasserläufen müsse längerfristig geplant werden.
Montag, 10. September 2007
Zürich - Jährlich werden weltweit Milliarden in die Sanierung von Flüssen und Bächen gesteckt; allzu häufig ist allerdings nicht klar, was genau langfristig bewirkt werden soll. Fachleute wollen dies ändern.
Gemessen an den finanziellen Mitteln, die in Revitalisierungsprojekte gesteckt werden, haben Entscheidungsabläufe, Zieldefinition und Erfolgskontrolle weltweit zu wenig Gewicht.

Dies ist das Fazit eines internationalen Forums von vergangener Woche in der Kartause Ittingen TG.

Eingeladen hatte das ETH-Wasserforschungsinstitut Eawag. Teilnehmende waren Fachleute aus Forschung, Verwaltung, Nichtregierungsorganisationen und Wasserbaupraxis, wie die Eawag mitteilte.

Vorbildcharakter

Die Schweiz spiele im Umgang mit Flüssen und Bächen eine Pionierrolle, hiess es am Forum.

Obwohl auch hierzulande noch viele Flüsse zu stark verbaut oder genutzt seien, habe die Schweiz für andere Länder Vorbildcharakter.

Flussbauliche Massnahmen und ökologische Sanierungen von Wasserkraftwerken seien langfristige Projekte, sagte etwa Helmut Blöch von der Europäischen Kommission in Brüssel.

Sie müssten heute eingeleitet werden, wenn sie in 15 oder 20 Jahren Resultate bringen sollten.

Übergeordnete Stellen nötig

Zentral sei die Berücksichtigung eines gesamten Einzugsgebietes. Nur den eigenen Kirchturm vor Hochwasser zu schützen, löse keine Probleme, sondern verschärfe sie sogar weiter stromabwärts.

Die entsprechenden Entscheidungen - etwa Auszonungen - auf Gemeindeebene zu treffen, sei oft schwierig. Es brauche übergeordnete Stellen, in der Schweiz etwa Kanton und Bund.

rr/sda