Die Schutzvorrichtungen müssten deshalb dringend der Bedrohung angepasst werden. Unter anderem stehe eine Reihe von Grossprojekten an: Die Verbauungen an Rohne, Jurarandseen, Alpenrhein und Reuss müssen erneuert werden, um den heutigen Anforderungen zu genügen.
Der Bundesrat entschied deshalb, mehr Geld in den Schutz vor Naturgefahren zu stecken. Am meisten investiert er in den Hochwasserschutz: 2008 bis 2011 stehen dafür 400 Millionen zur Verfügung, 156 Millionen mehr als in der bisherigen Finanzplanung.
Kantone forderten Aufstockung vom Bund
In Schutzbauten gegen Lawinen und Rutschungen fliessen 160 Mio. Fr. 24 Mio., in die Schutzwaldpflege 240 Mio. Fr. 32 Mio.. Mit jedem investierten Franken liessen sich siebenmal höhere Schäden vermeiden, schreibt das UVEK. Die Krediterhöhungen werden dem Parlament per Nachmeldung zum Voranschlag 2008 unterbreitet.
Die Kantone hatten Ende August gefordert, dass der Bund seine Präventionsgelder allein für das Jahr 2008 um 200 Mio. Fr. erhöhe. Dann seien auch sie bereit, mehr Mittel für den Hochwasserschutz zu sprechen.
Bundeshaushalt vor Problemen
Mit der Aufstockung für die nächsten vier Jahre ist es allerdings nicht getan: In den nächsten 20 bis 30 Jahren ist laut UVEK auf Bundesebene mit einem Finanzierungsbedarf von mehreren Milliarden zu rechnen, um die Defizite in der Naturgefahrenvorsorge zu beheben.
Dies würde den ordentlichen Bundeshaushalt vor grosse Probleme stellen. Um spätestens ab 2011 eine Entlastung zu erreichen, beschloss der Bundesrat deshalb, eine alternative Finanzierung zu prüfen. Dabei könnte es sich um einen Präventionsfonds handeln.
