Bisher sei es zu keinem Ausbruch gekommen, da sich das Magma noch in drei bis fünf Kilometern Tiefe befinde.
Nach Untersuchungen eines Teams der Universitäten von Miami und Stanford sowie des Geoforschungszentrums Potsdam steigt der Druck in einem gangförmigen Magmakörper in dieser Tiefe jedoch stetig an. Die Forscher stellen ihre Studie im US-Fachjournal «Science» vom Freitag vor.
Vulkane verstehen lernen
Das Team hatte von 2002 bis 2005 mit Satellitenradar die Verformungen der Vulkanoberfläche detailgenau vermessen, um Rückschlüsse über Volumen und Geometrie des Magmakörpers zu gewinnen.
«Mit Computermodellierungen konnten wir diese mit der Spannungsverteilung in der Erdkruste vergleichen», erläuterte Mitautor Thomas Walter vom Geoforschungszentrum Potsdam. Die derzeitige Magmabewegung könne die Spannungen verlagern und Erdbeben nach sich ziehen. Dadurch würde sich das bereits bestehende Wechselspiel von Vulkanismus und Erdbeben am Mauna Loa fortsetzen.
Die Wissenschaftler hoffen, mit derartigen Studien Eruptionen und Erdbeben an Vulkanen besser zu verstehen und vielleicht sogar voraussehen zu können.
