Jetzt hatte sie das nationale Krisenzentrum alarmiert, dessen Einsatz aber nicht nötig war. «Das Wasser ergoss sich in die erwartete Bahn, und das Frühwarnsystem funktionierte genau wie geplant», sagte Umweltminister Chris Carter.
Flut war Frage der Zeit
Schmelz- und Regenwasser standen seit Januar fast bis zur Kante des Vulkankraters rund 250 Meter unterhalb des 2797 Meter hohen Gipfels. Wissenschaftler wussten, dass der Kraterrand dem Wasserdruck auf Dauer nicht standhalten würde.
In dem 17 Hektar grossen Vulkankegel hatte sich seit dem Ausbruch 1996 Wasser gesammelt. Heftige Niederschläge versetzten die Experten dann am Samstag in erhöhte Alarmbereitschaft.
Verkehrswege gesperrt
Die Flutwelle ergoss sich durch das Tal des Flusses Whangaehu und an dem Dorf Tangiwai vorbei ins Meer. Hunderte von Menschen sassen stundenlang fest, weil die Hauptstrasse zwischen der Hauptstadt Wellington und der grössten neuseeländischen Stadt Auckland gesperrt wurde. Auch die Züge wurden angehalten.
Wegen des schlechten Wetters waren nach Angaben des Ministers für Zivilverteidigung, Rick Barker, auch keine Wanderer auf dem höchsten Berg der Nordinsel unterwegs.
