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Caritas fordert radikale Energiewende

Der Klimawandel bedroht die Entwicklungsländer besonders stark.
Donnerstag, 19. Juni 2008
Bern - Die Industrieländer sollen ihre Energiepolitik ändern. Das fordert Caritas Schweiz anlässlich des Weltflüchtlingstags vom Freitag. Die Energiepolitik sei verantwortlich für den Klimawandel und für die steigende Anzahl Klimaflüchtlinge.
Namentlich die im Kyoto-Protokoll geleistete Verpflichtung zur Reduktion der Treibhausgase sollen die Industrieländer umsetzen, heisst es in einem Communiqué.

Die Schweiz soll sich zudem aktiv für ein Moratorium von Agrotreibstoffen einsetzen. Der Anbau von Pflanzen zur Energiegewinnung gefährde die Ernährungssicherheit und weise eine negative, für das Klima belastende Ökobilanz auf, begründet Caritas die Forderung.

Der Bericht des Weltklimarates aus dem Jahr 2007 nennt laut Caritas drei Entwicklungen, die den Lebensraum von Menschen bedrohen und zu vermehrter Flucht oder Abwanderung führen könnten: Als Folge von Verdunstung und höheren Temperaturen nimmt die Stärke von tropischen Stürmen, Regenfällen und Überflutungen demnach zu.

Dürre gefährdet Versorgung

Weiter führt zunehmende Dürre oft zu Ernährungsengpässen, und die Wasserausdehung sowie das Schmelzen des Eises lässt den Meeresspiegel steigen. Aufgrund ihrer geografischen Lage sind vor allem Entwicklungsländer von diesen Veränderungen bedroht. Fehlende Ressourcen verhindern zudem Gegenmassnahmen.

Deshalb fordert die Hilfsorganisation von der Schweiz, die Schwellen- und Entwicklungsländer, die am stärksten vom Klimawandel betroffen sind, finanziell und mit «Know-How» gezielt zu unterstützen.

ht/sda