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CO2-neutrale Schweiz vor allem durch Investitionen

Die Schweiz müsse ihren Beitrag im Ausland leisten, sagte Leuthard.
Freitag, 28. September 2007
Zürich - Bundesrätin Doris Leuthard legte in ihrer Rede am Klima-Symposium der ETH Zürich dar, wie in ihren Augen das Ziel einer CO2-neutralen Schweiz erreicht werden kann: Durch Investitionen im Ausland.
Die Schweiz könne am meisten zur Lösung des Klimaproblems beitragen, wenn sie ihren Beitrag im Ausland leiste, sagte Leuthard in Zürich. Die Schweiz könnte so weltweit eine Vorreiterrolle einnehmen und sich ausserdem als High-Tech-Standort profilieren.

Sie habe ihre Zweifel, inwiefern CO2-Abgaben international ein gangbarer Weg zur Reduktion der Kohlenstoffdioxid-Emmissionen sei. Insbesondere würden solche Abgaben zu Lasten der Entwicklungs- und Schwellenländer gehen. «Ich setze daher grössere Erwartungen in Emissionshandelssysteme», sagte Leuthard.

Allerdings dürfe es nicht darum gehen, möglichst billige Lösungen für die Schweiz zu finden, sondern möglichst optimale. Parallel zum Engagement im Ausland müsse daher auch auf nationaler Ebene alles unternommen werden, um den CO2-Ausstoss zu senken.

Auf Anreizsysteme setzen

Da die politische Situation für eine nationale CO2-Abgabe ungünstig sei, müsse wohl auf Anreizsysteme gesetzt werden, so Leuthard. Als Beispiel nannte sie schadstoff- statt hubraumabhängige Fahrzeugsteuern und Road Pricing. Grundsätzlich gelte es, mit gezielten Anreizen eine «Ökonomie des Vermeidens» zu schaffen.

Das Klima-Symposium der ETH Zürich hatte das Ziel, den Dialog zwischen Wissenschaft und Politk in Fragen des Klimawandels und der Energiepolitk zu fördern.

smw/sda