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«Beta» zum Hurrikan hochgestuft

Zuvor hatte der Hurrikan Wilma in Kuba und Florida grössere Schäden angerichtet.
Samstag, 29. Oktober 2005
Managua - Der Wirbelsturm «Beta» hat sich zu einem Hurrikan der Kategorie eins verstärkt und Kurs auf Nicaragua genommen.
Am Morgen befand sich das Auge des Wirbelsturms etwa 235 Kilometer südöstlich der Stadt Cabo Gracias a Dios. Dort könnte er nach Angaben des US-Hurrikan-Zentrums NHC am Sonntag als Hurrikan der Kategorie 2 auf Land treffen und später über Honduras hinwegziehen. Seine mittlere Windgeschwindigkeit betrug rund 130 Stundenkilometer, die Spitzenböen lagen bei 150 Kilometern pro Stunde.

Im Norden Nicaraguas und in Honduras sowie weiteren angrenzenden Staaten drohten heftige Regenfälle, hiess es. Die Folge wären Überschwemmungen und Erdrutsche.

Beta zieht über warmes Wasser

Da der Hurrikan sehr langsam ziehe, bleibe er voraussichtlich noch etwas länger über dem 29 Grad warmen Wasser und könne sich weiter verstärken. Dabei erreiche er voraussichtlich die Kategorie zwei oder mehr.

An der Ostküste Nicaraguas flüchteten nach Medienangaben viele Menschen aus küstennahen Orten ins Landesinnere. Die zu Kolumbien gehörende Insel Providencia hat «Beta» bereits überquert.

Dort soll er nach ersten Meldungen des kolumbianischen Wetterdienstes erhebliche Schäden an Gebäuden angerichtet und viele Bäume umgeknickt haben. Menschen seien jedoch nicht zu Schaden gekommen, sagte ein Sprecher der Marine. Derzeit seien alle Verbindungen zu der Insel unterbrochen.

Rekordjahr der Hurrikans

Mit «Beta» ist nach Angaben des Wetterdienstes Meteomedia ein Rekord gebrochen: Es ist der 13. Hurrikan der laufenden Saison. Der bisherige Rekord stammt aus dem Jahre 1969, als 12 Hurrikans über dem Atlantik beobachtet wurden.

ht/sda