Signale aus dem Umfeld des gewählten US-Präsidenten Barack Obama für mehr Klimaschutz nannte Ban «ermutigend». Obamas Vertreter in Posen, der frühere demokratische Präsidentschaftskandidat John Kerry, bekannte sich ausdrücklich zum Ziel der Verringerung von Treibhausgasen.
Der UNO-Generalsekretär forderte einen «Green New Deal» - zugleich gegen die Wirtschafts- und die Klimakrise. «Investitionen gegen den Klimawandel schaffen Millionen grüner Jobs und erzeugen ein grünes Wachstum», rief Ban den Delegierten aus mehr als 190 Staaten zu.
Leuenberger fordert weltweite CO2-Abgabe
Ins gleiche Horn stiess auch Bundesrat Moritz Leuenberger, der in seiner Rede auf Parallelen in der Klima- und in der Umweltkrise hinwies. Er plädierte für «starke globale Regeln» und ein verbindliches Engagement aller Staaten zur Begrenzung des CO2-Ausstosses.
Der schweizerische Umweltminister bekräftigte den Vorschlag der Schweiz, eine weltweite CO2-Abgabe einzuführen. Dadurch sollen - nach dem Verursacherprinzip - Mittel gewonnen werden, um die weitere Erwärmung des Klimas zu verhindern und Anpassungsmassnahmen zu finanzieren.
Die Delegierten von 190 Staaten wollen in Posen bis Freitag einen Arbeitsplan für den Weg zu einem neuen Welt-Klimaabkommen festlegen. Dieses soll Ende 2009 auf dem Klimagipfel in Kopenhagen verabschiedet werden.
